Mein bonner Bibelverein
Kürzlich entschied ich mich, Gott zu dienen, indem ich mich der Internetmission widme. Ich gehöre zum UBF-Verein in Bonn und möchte Studenten und auch Nichtstudenten über das Internet zum Bibelstudium und zum Sonntagsgottesdienst einladen. Ich würde gerne mit anderen Menschen zusammen am Gottesdienst der UBF Bonn teilnehmen. Mir fiel aber auf, dass eine Google-Suche nach UBF Bonn oder Bonn UBF nicht besonders einladend ist, da man sofort auf diese fiesen Kritiken von exubf.blogspot.com stößt. Auch z.B. meine Frau ist viel zu Fuß unterwegs und lädt Leute sozusagen manuell ein. Ein Eingeladener wird bestimmt zuerst nach UBF Bonn suchen und sich übers Internet über unseren Verein schlau machen. In diesen Vorgang will ich mich hiermit einklinken und den Prozess positiv steuern. Deswegen im Text zunächst mal das ein oder andere UBF Bonn oder Bonn UBF, um den Suchmaschinen mal so richtig Futter zu geben. Aber beim Futter für die Suchmaschinen soll es nicht bleiben. Ich möchte auch sagen, was ich von den Kritiken und dem Verein halte.
Was bedeutet UBF
Zunächst mal zum Begriff UBF. UBF bedeutet auf englisch University Bible Fellowship und auf deutsch wird es etwas hölzern Universität Bibel Freundschaft übersetzt. Man denke bei Fellowship an den ersten Teil von Herr der Ringe, nämlich Die Gefährten (The Fellowship of the Ring). Wir sind Gefährten auf dem Weg ins Himmelreich. Ohne Ziel gibt es keinen Weg und Gefährten sind nicht notwendig. Daher steht die Bibel im Mittelpunkt. Die UBF beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Bibelstudium. Die UBF setzt dazu eine fantastische Technik, nämlich das Stellungnahmeschreiben ein. Man bezieht einfach schriftlich Stellung zum Wort Gottes und kommt auf dem Papier zu Jesus. Natürlich sollte man vor allem im Herzen zu Jesus kommen und so ist die Technik auch wieder völlig nebensächlich. Allerdings, eine Technik kann helfen. Vielleicht erfindest Du ja eine eigene Technik.
Ex UBF Bonn
Mir ist an den Berichten von exubf.blogspot.com aufgefallen, dass sie von Menschen verfasst wurden, die sehr fest mit dem Verein verzahnt waren. Wie kann so etwas vorkommen? Nicht, dass ich ihre Berichte für die Wahrheit halte. Im Gegenteil. Sie lesen sich, als ob sie aus einem sehr verbitterten Herzen kommen. Es ist ihre Meinung und in Deutschland kann man seine Meinung frei sagen. Aber wie kann jemand, der so eng in einen Verein eingebunden ist, der sich NUR dem Wort Gottes widmet, ein dermaßen bitteres Herz bekommen?
Bei Jesus
Laßt uns mal schauen, wie die Bibel mit Bitterkeit umgeht. Als Gott die Israeliten aus Ägypten befreite, kamen sie direkt nach dem Durchzug durchs roter Meer an eine bittere Wasserquelle. Nicht nur das Wasser war bitter, sondern auch die Tatsache, dass sie drei Tage lang in der Wüste gewandert waren und keine Flüssigkeit außer diese nicht trinkbare Quelle finden konnten. War das etwa Gottes gnädige Führung? Doch Mose sollte ein Holz in die Quelle werfen, da wurde das Wasser süß. Das Holz steht für Jesus. Petrus sagt:
„Er hat unsere Sünden mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot seien für die Sünden und für die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt. Denn ihr hattet euch verirrt wie Schafe, jetzt aber seid ihr heimgekehrt zum Hirten und Bischof eurer Seelen. “ (1. Petrus 2, 24.15)
Jesus hat am Holz alles für uns vollbracht. Er gehorchte Gott bis zum Letzten. Wenn wir zu ihm kommen und ihm bekennen, was wir alles nicht vollbringen können und wenn wir damit die Lebensumstände überwinden, werden wir geheilt! Jesus ist der Hirte und Bischof unserer Seelen. Im Umkehrschluss wird man bitter, wenn man nicht zu Jesus kommt und seine Lasten mit eigener Kraft trägt.
Mir fällt dazu die markante Bibelgeschichte vom verlorenen Sohn ein. Er machte kein Geheimnis aus seinem Bestreben, ein unabhängiges Leben zu führen und verlangte frech von seinem Vater sein Erbteil. Er wollte es verprassen und sein Leben genießen, statt auf dem Bauernhof seines Vaters zu arbeiten. Sein älterer Bruder dagegen hatte sich unter Kontrolle. Er war nach außen hin dem Vater gehorsam. Doch als sein jüngerer Bruder reumütig zum Vater zurückkehrte, zeigte sich sein verbittertes Herz. Er klagte seinen Vater an, dass er ihm so viele Jahre gedient habe ohne dafür jemals einen Vorteil erhalten zu haben. Doch sein Vater sagte ihm, worum es eigentlich geht:
„Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und gutes Muts sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wieder gefunden.“ (Lukas 15, 31.32)
Darum geht es: Beim Vater und bei Jesus sein. Eine ganz ähnliche Geschichte steht von Maria und Marta geschrieben, wie sie Jesus dienen. Marta müht sich ab, um Jesus zu dienen. Sie rennt in der Küche herum, um zu kochen und arbeitet viel an der Waschmaschine. Aber Maria hört und schaut nur zu. Sie war sozusagen Zuschauer im Werk Gottes. Tadelt Jesus Maria wegen ihrer Faulheit? Nein, Jesus tadelt eher Marta:
„Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden“ (Lukas 10, 41.42)
Nur an einem mangelt es, nämlich bei Jesus zu sein! Gott ist der Einzige, der uns ins Herz schauen kann und er tut das auch. Kein Pastor kann das leisten. Wenn ich nur äußerlich zu allem Ja und Amen sage, kann kein Mensch erkennen, wie es wirklich um mich bestellt ist. Es geht nicht darum, ein Gemeindeleben zu führen, sondern es geht darum, bei Jesus zu sein und ihm nachzufolgen. Lieber einmal mehr „Nein, kann ich nicht, verstehe ich nicht und will ich auch nicht“ sagen, als zu schnell mit „Ja und Amen!“ zu reagieren und im Herzen „Lass mich in Ruhe!“ zu denken. Denn aus so einer Zwiegespaltenheit und Unaufrichtigkeit Gott gegenüber entsteht ein bitteres Herz, welches schließlich viel Schaden anrichtet. Wenn wir nach außen hin ein tadelloses Gemeindeleben führen und darauf vertrauen, haben wir keinen Teil an Jesus.
Zum Abgewöhnen
Zum Schluß noch ein schlimmes Beispiel zum Abgewöhnen, nämlich von Hananias und Saphira. Sie gehörten zur ersten Gemeinde. Damals lebten die Christen so eng zusammen, dass es üblich war, Haus und Hof zu verkaufen und der Gemeinde zu geben. Hananias und Saphira waren vom Gruppenzwang so eingenommen, dass sie auch ihr Haus verkauften. Sie gaben Petrus eine Summe und behaupteten, es sei der ganze Erlös für den Verkauf gewesen. Aber sie betrogen den heiligen Geist indem sie für sich etwas zurück behielten. Es ist nicht schlimm, wenn wir nicht unser letztes Hemd für Gott opfern. Gott hat das gar nicht nötig. Aber es ist eine schlimme Sünde, nach außen hin so tun, als ob man Gott alles geopfert hätte. Es ist eine schlimme Sünde, nur vor den Menschen zu leben. Damals wirkte der heilige Geist so stark, dass Hananias und Saphira ihren Geist aufgaben und starben, nachdem Petrus sie ihrer Sünde überführt hatten.
Komm zum Wort Gottes
Jetzt hätte ich beinahe die Suchmaschine vergessen: UBF Bonn oder Bonn UBF. Du weißt jetzt, worum es wirklich wirklich wirklich geht, nämlich Gott und Gottes Wort. Lasse dich zu Gottes Wort einladen und wenn du kommst, interessiere dich wirklich für den Inhalt.